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"Wenn Zahlen keinen Sinn machen" - Donau Zeitung

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Dyskalkulie und Legasthenie: zwischen Schule, Druck und psychischem Stress

Regensburg (sei) Das ganze Diktat ist mit Rotstift markiert, die Klassenkameraden spotten über die mangelnden Lesefertigkeiten, schlechte Noten bringen Druck von den Eltern mit sich: Kinder mit Legasthenie (Lese- und Rechtschreibstörung) und Dyskalkulie (Rechenstörung) haben es in vielerlei Hinsicht nicht einfach. Seit mittlerweile 25 Jahren haben sie aber eine kompetente Anlaufstelle in Regensburg.

Der Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V. (AKL) feierte sein 25-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür am gestrigen Mittwoch. Diplom-Psychologin Alice Rudolf-Hinse und ihre Kolleginnen Monika Niederle und Birgit Aimer-Liss vom Arbeitskreis Legasthenie haben sich der Aufgabe verschrieben, diesen Kindern zu helfen und nicht zuletzt den psychischen Druck von ihnen zu nehmen.
Hierzu bilden sich die Psychologinnen in regelmäßigen Abständen fort, um jede neue Erkenntnis und jede neue Lernmethode möglichst schnell und effektiv mit in ihre Behandlungen einzubringen. Bei den meist jungen Betroffenen ist dabei vor allem eine spielerische Herangehensweise wichtig.

Sensible Diagnose

Über eineinhalb Jahre hinweg kommen die betroffenen Kinder einmal die Woche zum Arbeitskreis. Hier wird zuerst erarbeitet, auf welchem Stand die Kinder sind. Denn sowohl die Lese-Rechtschreib-Schwäche als auch die Dyskalkulie können sich ganz unterschiedlich ausgeprägt zeigen. Je nach Krankheitsstadium muss dann speziell auf die Bedürfnisse des Betroffenen eingegangen werden.

Kontakt mit den Lehrern

Hierfür nehmen Aimer-Liss und ihre Mitarbeiter auch persönlich Kontakt mit der Schule auf, um weitere Vorgehensweisen zu besprechen und die Lehrer gegebenenfalls zu sensibilisieren. Denn bei Legasthenikern ist ein sogenannter Nachteilsausgleich der Schule ganz normal. Die Kinder bekommen dann in der Regel mehr Zeit bei Schulaufgaben und auch sonst wird bewusst auf die Lernschwäche eingegangen. Bei der Rechenstörung Dyskalkulie ist der Nachteilsausgleich bislang noch nicht eingeführt.

„In einem Deutsch-Test kann der Lehrer schließlich immer noch Aufbau und Inhalt bewerten, er muss auf die Rechtschreibung nicht speziell eingehen. Ein Mathelehrer kann jedoch nur die Zahlen und Ergebnisse bewerten. Das ist bislang der Hauptgrund, warum es keinen Nachteilsausgleich für die Dyskalkulie gibt“, vermutet Rudolf-Hinse.

Für beide Krankheiten sind die Symptome durchaus vielfältig, so ist zum Beispiel das Verwechseln von einzelnen Buchstaben kein ausschließliches Merkmal für Legasthenie. Den Eltern von betroffenen Kindern raten die Diplom-Psychologinnen des Arbeitskreises, bei ihnen einen einfachen Test durchführen zu lassen. Selbst mit den Kindern zu arbeiten, bringe dagegen meist nur Stress und ein gestörtes Kind-Eltern-Verhältnis, so Aimer-Liss.