Was ist Dyskalkulie / Rechenschwäche bzw. Rechenstörung?

Der Countdown läuft: 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1-Take off.

Leider haben Kinder, die unter Dyskalkulie leiden, keinen reibungslosen Start in die Welt der Zahlen. Für sie werden Rechenaufgaben und Zahlenräume zu Hürden, die nur unter größter Anstrengung übersprungen werden können.

Trotz normaler bis hoher Intelligenz und einem extremen Lernaufwand bringen Kinder, die von einer Dyskalkulie (Rechenstörung) betroffen sind, häufig schlechte Noten im mathematischen Bereich nach Hause.

Dyskalkulie ist eine international anerkannte Teilleistungsstörung. Das bedeutet: In einem deutlich abgrenzbaren Bereich – also beim Umgang mit Zahlen – bestehen massive Defizite.

Die Probleme treten also nicht auf, weil das Kind zu „dumm” oder zu „faul” ist – sondern weil es unter der Teilleistungsstörung Dyskalkulie leidet.

Deutlich wird der Begriff „Teilleistungsstörung”, wenn man sich vor Augen führt, dass Kinder mit Dyskalkulie häufig in anderen Gebieten besondere Begabungen entwickeln – zum Beispiel im musischen, sportlichen, technischen, handwerklichen oder sprachlichen Bereich. Sie können jedoch nur unterdurchschnittliche Leistungen (gemessen an ihrem Alter, der Intelligenz und Schulbildung) in allen Bereichen, die mit Mathematik zu tun haben, vorweisen.

Die Teilleistungsstörung Dyskalkulie erfährt bis heute keine ausreichende Beachtung. Oftmals bleibt sie unerkannt und damit auch untherapiert. Zusätzlich kann es bei einer Dyskalkulie zu Folgeproblemen kommen, die aus den ständigen Misserfolgen in der Schule und bei der Erledigung der Hausaufgaben  resultieren.

Deshalb ist es besonders wichtig, Betroffene durch eine professionelle Dyskalkulietherapie zu unterstützen und lern-/psychotherapeutisch zu begleiten.