Was ist Legasthenie / Lese-Rechtschreib-Schwäche?

Am Anfang steht das A.


Und genau dort beginnen für Kinder mit Lese-/Rechtscheibstörung (Legasthenie) die Probleme. Sie finden sich im dichten Dschungel des Buchstaben- und Wortwaldes nicht zurecht.

Trotz normaler bis hoher Intelligenz und einem extremen Lernaufwand bringen Kinder, die unter Legasthenie leiden, häufig schlechte Noten nach Hause.

Legasthenie ist eine international anerkannte Teilleistungsstörung. Das bedeutet: In einem deutlich abgegrenzten Bereich – nämlich beim Lesen und Schreiben – bestehen massive Defizite.

Legasthenie tritt in der Praxis am häufigsten als Störung sowohl des Lesens als auch des Schreibens auf. Die Störungen können jedoch auch einzeln auftreten. Man spricht dann von einer isolierten Rechtschreibstörung bzw. einer isolierten Lesestörung.

Die Probleme treten also nicht auf, weil das Kind „dumm” oder „faul” ist – sondern weil es unter der Teilleistungsschwäche Legasthenie leidet.

Deutlich wird der Begriff „Teilleistungsstörung”, wenn man sich vor Augen führt, dass legasthene Kinder häufig in anderen Gebieten besondere Begabungen entwickeln – zum Beispiel im musischen, sportlichen, technischen, handwerklichen oder mündlichen Bereich. Dagegen erreichen sie jedoch nur unterdurchschnittliche Leistungen (gemessen an ihrem Alter, der Intelligenz und Schulbildung) im Bereich des Lesens und Schreibens.
Besonders schwierig für die Betroffenen ist, dass bei einer Lese-/Rechtscheibstörung zusätzliche Folgeprobleme auftreten können, die aus den ständigen Misserfolgen in der Schule und bei der Erledigung der Hausaufgaben resultieren.