Info-Telefon: 089-411149-200

Der vertrauensvolle Beziehungsaufbau ist das A und O

Veröffentlicht von Louis Eckerl am

Neues Legasthenie- und Dyskalkulie-Therapieangebot für Kinder und Jugendliche in Nürnberg


Der Arbeitskreis Legasthenie Bayern e. V. (AKL) bietet seit gut 45 Jahren Therapien für Kinder mit Legasthenie und Dyskalkulie an. Derzeit betreuen etwa 70 speziell geschulte Therapeutinnen und Therapeuten an verschiedenen Standorten in Bayern rund 500 Kinder.


Nun kommt mit Nürnberg ein neuer Standort hinzu: Die Psychologin Natalia Blazejewska hat in der Rieterstraße einen neuen Therapieraum eingerichtet und unterstützt hier Kinder, die mit dem Lesen, Schreiben und Rechnen Schwierigkeiten haben.


Der Therapeutin ist vor allem der vertrauensvolle Beziehungsaufbau wichtig: „Die Kinder kommen oft mit vielen negativen Erfahrungen aufgrund ihrer Teilleistungsschwäche in die Therapie“, weiß Blazejewska. Deshalb geht es der Psychologin auch darum, eine emotionale Stütze zu sein für das Kind. „Für das Kind kostet es erst einmal Überwindung, die Schwäche zuzugeben. Das braucht Zeit und
Vertrauen.“


Zu Beginn der Therapie schaut die Psychologin, wo die Stärken des Kindes liegen: Welche Fähigkeiten bringt das Kind mit, was ist an Stärken vorhanden, was kann man fördern? Daraus wird ein individueller Therapieplan entwickelt. Je nachdem, in welchen Bereichen das Kind gefördert werden soll, wird z. B. die auditive Wahrnehmung, räumliche Orientierung, Textverständnis oder die Konzentrationsfähigkeit mit gezielten Übungen trainiert.


Schätzungen zufolge sind zwischen fünf und 15 Prozent aller Schulkinder von Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen. Obwohl die Kinder unauffällige Intelligenzwerte haben, fällt ihnen das Lesen- und Schreiben- oder Rechnenlernen schwer. Oft kommt auch noch eine Konzentrationsstörung hinzu oder es liegt eine Kombination aus Lese- und Rechtschreibstörung und Rechenstörung vor.

„Kinder mit Legasthenie oder Dyskalkulie können genauso gut lernen wie andere Kinder“, ist Blazejewska überzeugt. „Sie brauchen nur andere Reize, etwas mehr Zeit und kreative Lernmethoden.“ Außerdem ist es wichtig, die Motivation der Kinder zu fördern, z. B., indem man ihre Stärken betont. Das Ziel der Psychologin ist es, die Kinder „auf spielerische Art und Weise mitzunehmen, so dass sie gar nicht merken, dass sie an ihrer Schwäche arbeiten.“


Eltern, die Bedenken haben, ob ihr Kind unter Legasthenie oder Dyskalkulie leidet, rät Blazejewska, die Probleme ernstzunehmen und sich regelmäßig mit den Lehrkräften auszutauschen. Ob tatsächlich eine Legasthenie oder eine Dyskalkulie vorliegt, diagnostizieren schließlich Ärzte.


Weitere Informationen und eine kostenfreie Beratung gibt es in der Geschäftsstelle des AKL unter der Telefonnummer 089 41 11 49-200 oder im Internet unter www.akl-bayern.de. (jh)

Hier gehts zum Artikel von nordbayern.de:

https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/nurnberg-neues-therapieangebot-bei-legasthenie-und-dyskalkulie-1.10600680?searched=true

Kategorien: Allgemein

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