Erfolgsaussichten

Der Erfolg einer Therapie lässt sich an verschiedenen Faktoren festmachen. Beispielsweise an Fragen wie: Geht es dem Kind emotional und psychisch besser? Kann es mit seiner Legasthenie umgehen? Hat sich die schulische Situation insgesamt verbessert? Wie hat sich die Lese-/Rechtschreib-/Rechenfähigkeit verändert? Konnten Folgeprobleme (wie Angst, Aggressionen etc.) gemildert werden?

Diese und ähnliche Fragen werden bei jedem Kind, das beim Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V. therapiert wird, regelmäßig reflektiert.
Die Erfahrung zeigt, dass sich die Situation der Kinder, die unter Legasthenie oder Dyskalkulie leiden, durch eine Therapie verbessert. Dies betrifft sowohl den Leistungsbereich (lesen, rechtschreiben, rechnen), als auch den psychischen und emotionalen Bereich.

Sowohl unsere Therapeuten als auch die fachliche Leitung des Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V. arbeiten mit Therapieplänen, die sie an die individuellen Entwicklungen des Kindes anpassen.

Zudem wertet der Verein seit einigen Jahren Daten aus, die Therapieerfolge auch statistisch nachweisen können.

Daraus ergeben sich folgende Ergebnisse:

Das Durchschnittsalter der therapierten Kinder liegt bei 10 Jahren.

Die Therapie dauert im Schnitt 60 Stunden – was bei einer Stunde je Woche einem Therapiezeitraum von ca. 1,5 Jahren entspricht.

Im Durchschnitt konnten die Kinder ihre Rechtschreib- und Leseleistungen um 24% verbessern. Das heißt: Vor der Therapie lagen sie durchschnittlich auf Prozentrangplatz 12 (Das bedeutet, dass nur 12% aller Kinder derselben Klassenstufe ein schlechteres Ergebnis erzielten – 88% aller Kinder jedoch bessere Leistungen vorweisen konnten).

Nach der Therapie wurde jedoch ein Prozentrangplatz von durchschnittlich 36 erreicht. Nach der Therapie lagen die Ergebnisse der behandelten Kinder also nicht mehr im unterdurchschnittlichen – sondern im durchschnittlichen Bereich. Dies wirkt sich positiv auf die Schulnoten aus.