Hinweise auf Legasthenie

Wenn Ihnen auffällt, dass Lesen- und Schreibenlernen für Ihr Kind sehr mühsam ist, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Ihren Verdacht sollten Sie in jedem Fall durch einen Besuch bei einer Beratungsstelle oder beim Facharzt abklären lassen. Hier kann festgestellt werden, ob Ihr Kind von Legasthenie betroffen ist.

Die nun folgenden Hinweise deuten auf eine Legasthenie hin. Da eine Legasthenie immer individuelle Ausprägungen hat, treten nicht alle Symptome in der gleichen Intensität bei allen Kinder auf.

  • Ob der Henkel links oder rechts ist: Es bleibt immer eine Tasse. So ist "d" oder "b" für Menschen mit Legasthenie ein und dasselbe.
  • Wortbilder können nicht gut abgespeichert werden.
  • Gehörte Reize werden nur schwer unterschieden (z.B. klingen „g” und „k” für das Kind ähnlich oder auch „b” und „p”, „ö” und „ü”).
  • Gesehene Reize werden nur schwer unterschieden (Ihr Kind tut sich bei der Unterscheidung von „o” und „c” oder „n” und „m” schwer).
  • Die Richtung der Buchstaben kann nur schwer unterschieden werden (ob der Bauch von einem „b” nach links oder rechts zeigt wird nur schwer erkannt).
  • Einzelne Laute können nicht „zusammengeschliffen” werden (die Laute „h-u-n-d” werden buchstabiert anstatt flüssig als „Hund” gelesen zu werden).
  • Schlechtes Leseverständnis: langsames, fehlerhaftes, stockendes Lesen – ohne den Inhalt richtig erfassen zu können.
  • Die seriellen Abläufe von Worten können nur schwer erfasst werden (Ihr Kind schreibt „Gräten” statt „Gärten” oder „Beine” anstatt „Biene”.
  • Das Leistungs- und Aufmerksamkeitsniveau schwankt stark.
  • Große Lese- und Schreibunlust.
  • Rechtschreibregeln werden immer wieder vergessen und können nicht angewendet werden.
  • Feinmotorische Schwierigkeiten, eine unruhige und verkrampfte Schrift.
  • Unter Stress kann Ihr Kind noch schlechter lesen und schreiben.
  • In Diktaten und Nachschriften finden sich unzählige Fehler, auch immer wieder gleiche, trotz allem Üben.