Liebe Eltern,

das erste Schulhalbjahr ist bald geschafft, Zwischenzeugnisse und Lernentwicklungsgespräche stehen bevor. Noten sind wieder ein Thema, insbesondere auch für Kinder mit Lese-, Rechtschreib- und Rechenproblemen.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, gerade diese Kinder zu unterstützen und ihnen vor allem auch bewusst zu machen, dass sie Stärken und Talente haben und an sich glauben müssen.

Für alle Fragen rund um die Probleme beim Lesen, Schreiben und Rechnen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. An unseren Beratungsstellen bieten wir künftig auch Beratungen ohne Testung an. Näheres finden Sie in diesem Newsletter.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern ein erfolgreiches und entspanntes zweites Schulhalbjahr und vorher eine schöne Ferienwoche.

Ihr Team vom Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V.

Lese- Rechtschreib- oder Matheprobleme?

Wir beraten und testen!

Der Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V. bietet Testung und kompetente, einfühlsame Beratung an. Sie vermuten, dass Ihr Kinder Legasthenie oder Dyskalkulie hat, möchten aber noch nicht sofort zum Kinder- und Jugendpsychiater gehen? Dann unterstützen wir Sie gerne mit einer Testung und Beratung.Als Therapieeinrichtung stellen wir keine Diagnose, d.h. wir führen einen Lese- und Rechtschreibtest oder einen Rechentest durch, machen aber keine komplette Diagnostik. Sollte sich der Verdacht auf Legasthenie oder Dyskalkulie durch den Test bestätigen, empfehlen wir in der Regel eine Abklärung durch den Facharzt. Die Testunterlagen stellen wir dann gerne zur Verfügung.Sie haben schon eine Diagnose oder lassen die Diagnostik gerade beim Arzt machen und wünschen sich Unterstützung in der Planung einer wirkungsvollen Therapie? Dann nutzen Sie unsere Beratung durch Diplom-/Master-PsychologInnen, die fundierte Erfahrung als Legasthenie- und DyskalkulietherapeutInnen haben.

Beratungsstellen des Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V.:

München
Leonrodplatz 1
80636 München
Herr Dipl.-Psych. Klaus Starke
Terminvereinbarung unter Tel. 089 / 411149-200

Regensburg
Am Alten Kornmarkt 5 A
93047 Regensburg
Frau Dipl.-Psych. Alice Rudolf-Hinse (Bild)
Terminvereinbarung unter Tel. 0941 / 54896

Passau
Schustergasse 11
94032 Passau
Frau Dipl.-Psych. Johanna Alliger
Terminvereinbarung unter Tel. 0851 / 756 77 90

Unterstützung finden Sie auch an allen unseren Therapiestandorten, über 100 in Bayern. Sprechen Sie uns jederzeit gerne an. In unserer Geschäftsstelle helfen wir Ihnen weiter:

Kostenfreies Info-Telefon 089 / 411149-200
Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Unsere Konditionen:

Testung + Beratung
Legasthenie: 90 Minuten, 80 Euro
Dyskalkulie: 120 Minuten 100 Euro
Vorgespräch, Testdurchführung, Auswertung, ausführliche Beratung.
Kommt Ihr Kind zu uns in Therapie, erlassen wir Ihnen unsere Anmeldegebühr in Höhe von 80 Euro!

Beratung
60 Minuten, Beratung zu individuellen Fragestellungen 50 Euro

Meister Cody

Computerbasierte Förderung für Kinder
mit Schwierigkeiten im Rechnen, Lesen und Schreiben

Vorgestellt auf dem 19. Bundeskongress des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V. im März 2017 in Würzburg

Das Kind wird zum Training motiviert durch spielerische Aufgaben, eine spannende und phantasievolle Rahmengeschichte um den Zauberer Meister Cody, eine ansprechende und kindgerechte graphische Gestaltung, kurze Trainingssitzungen mit individueller Rückmeldung und Belohnungen. Meister Cody unterstützt zudem das Kind bzw. erklärt die Aufgabe, wenn das Kind einmal nicht weiter weiß.

Meister Cody Talasia

Meister Cody Talasia ist ein computergestütztes Training für Kinder mit einer Rechenschwäche oder Dyskalkulie. Es wurde für Grundschulkinder der 2.-4. Klasse konzipiert.

Mathematische Basiskompetenzen wie Mengen schätzen und vergleichen, Zahlensymbole lesen und schreiben, Zahlengröße und Zahlbeziehungen verstehen, Zahlenraumvorstellung, Addition/Subtraktion, Stellenwertverständnis etc. werden an Hand von 19 verschiedenen Aufgabentypen trainiert.

Die Wirksamkeit des Trainings wurde in wissenschaftlichen Studien des Instituts für Psychologie der Universität Münster bestätigt.

Mit einem normierten Test (Cody-Test) kann der Leistungsstand zu Trainingsbeginn sowie der Lernzuwachs im Verlauf des Trainings ermittelt werden. Die Trainingsaufgaben passen sich mit dem Schwierigkeitsgrad an den individuellen Leistungsstand und die Bedürfnisse des Kindes an.

Meister Cody Namagi

Meister Cody Namagi ist ein onlinebasiertes Förderprogramm für den Grundschulbereich zur Förderung des Lesens und des Schreibens.

Meister Cody Namagi besteht aus 5 Modulen, die die Bereiche Lautwahrnehmung (Laute erkennen und zuordnen, Lautanalyse, Lautsynthese, Vokallängenunterscheidung etc.), Buchstabe-Laut-Beziehung, Lesefertigkeiten (Lesegenauigkeit und Lesegeschwindigkeit), Leseverständnis und Rechtschreibung trainieren. Ein Lese-Rechtschreib-Screening wird derzeit zusätzlich entwickelt.

Das Trainingsprogramm wurde von Prof. Schulte-Körne und seinem Team am Klinikum für Kinder– und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität München entwickelt
Beide Lernprogramme sind als App erhältlich. Sie sind im Besonderen für das Üben zu Hause, insbesondere als Ergänzung zu einer Legasthenie- und Dyskalkulietherapie empfehlenswert.

www.meistercody.com/de/

Auf ein Wort

Diplompsychologin Cornelia Schunke

Sie bauen als Therapeutin den neuen Standort in Amberg auf: Was sind die Herausforderungen dabei?

Die größte Herausforderung liegt darin, dass ich hier erstmal eine gewisse Bekanntheit erreichen muss. Nicht nur ich als Therapeutin, sondern auch der Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V. waren hier im Ort und in der näheren Umgebung bislang unbekannt, sodass ich zunächst mal Zeit investieren muss, um auf den Standort und mich als Therapeutin aufmerksam zu machen. Ich fahre also durch die Gegend und verteile Flyer oder pinne Aushänge an und versuche mit den Personen hier in der Umgebung über Legasthenie und Dyskalkulie ins Gespräch zu kommen.

Das Schöne ist, dass ich dabei fast durchweg nur positive Rückmeldungen erhalte und mir die Notwendigkeit meiner Tätigkeit an vielen Stellen bestätigt wird. Trotzdem würde ich lieber bereits seit Monaten als Therapeutin mit den Kindern arbeiten, als nur „Werbung“ für mich und meine Arbeit zu machen. Aber ich bin optimistisch, dass sich der Aufwand bald auszahlen wird und sich meine Therapieplätze nach und nach füllen.

Mit meinem Entspannungskurs im Kindergarten war es genauso. Der erste dieser Kurse kam kaum zustande und jetzt ist der Kurs bis auf den letzten Platz belegt. Gut Ding will eben Weile haben.

Das heißt also, dass es derzeit möglich ist, auch kurzfristig einen Therapieplatz zu bekommen?

Ja, ich habe in der Tat noch einige Therapieplätze frei und würde mich freuen, wenn sich diese nach und nach füllen. Wie Sie anhand der Bilder sehen können, habe ich einen großen, hellen Therapieraum zur Verfügung, der nur darauf wartet, dass die Therapiestunden beginnen. Im Moment spielt dort meine kleine Tochter Annika (2 Jahre).

Wie schnell wir mit der Therapie starten können, hängt also gar nicht von mir ab, sondern davon, wie schnell ein Antrag gestellt und bewilligt wird bzw. ob ggf. Eltern bereit sind, vor der Bewilligung als Selbstzahler die Beiträge zu übernehmen. Von mir aus könnten wir sofort morgen mit der Therapie beginnen.

Was ist der Unterschied zwischen der Therapie und klassischer Nachhilfe?

Da gibt es zahlreiche Unterschiede, die ich hier vermutlich gar nicht alle nennen kann. Ein wesentlicher liegt darin, dass ich mit den Kindern und Jugendlichen in der Regel nicht am Schulstoff arbeite, sondern mit den Kindern gemeinsam die Grundlagen erarbeite, die ihnen fehlen, um den Schulstoff zu bewältigen.

Außerdem natürlich auch der psychologische Anteil in den Therapiestunden. Die Arbeit an der Symptomatik wird ergänzt durch die Arbeit an den Folgen und Problemen, die sich bereits aus der Symptomatik ergeben haben. Die meisten Kinder kommen ja erst in die Therapie, wenn sie und ihre Eltern einen recht langen Leidensweg hinter sich haben und keinen anderen Ausweg mehr wissen. Dann ist im Vorfeld zum Teil schon einiges „schief“ gelaufen und das gilt irgendwie aufzufangen, damit die Kinder wieder neuen Mut schöpfen und einen positiven Blick auf sich selbst entwickeln. Das gilt natürlich genauso für die Eltern und auch die Lehrkräfte.

Was können Eltern tun, um die Therapie zu unterstützen?

Wie ich bei der vorigen Frage gesagt habe, ist es auch für Eltern wichtig, dass sie neuen Mut schöpfen können und einen positiven Blick auf ihr Kind entwickeln können. In vielen Fällen beherrscht die Legasthenie bzw. die Dyskalkulie seit einiger Zeit auch die Eltern-Kind-Beziehung und die sich daraus ergebenden Probleme machen es für alle Beteiligten schwierig aus diesem „Teufelskreis“ auszusteigen.

Das wichtigste was Eltern meiner Meinung nach daher tun können, ist aufgeschlossen zu sein für die Therapie und meine Arbeit. Indem sie mir ihr Vertrauen schenken und auch ihrem Kind vertrauen erhalten wir eine Grundlage für eine konstruktive und produktive Zusammenarbeit.

Die Eltern sollten mir und dem Kind Zeit geben. Außerdem im besten Falle keinen Druck machen, sondern auch mal „lockerlassen“. Zum Beispiel, indem sie nicht auf schnelle Erfolge setzen, sondern die Langfristigkeit des Erfolgs sehen und auf meine Arbeit als Therapeutin und vor allem natürlich auf die Arbeit des Kindes vertrauen.

Was sind die Schwerpunkte Ihrer Arbeit?

Ich möchte bei meiner Arbeit besonderen Wert auf die individuellen Bedürfnisse und Besonderheiten der Kinder legen. Neben der Arbeit an der Symptomatik möchte ich vor allem das Selbstwertgefühl der Kinder stärken und ihnen Mut machen. Da ich außerdem als Entspannungstrainerin mit Kindern arbeite, werde ich natürlich auch Tipps und Übungen zur Entspannung einbauen und damit versuchen, den Kindern über die Therapie hinaus etwas an die Hand zu geben, mit dem sie ihren Alltag besser bewältigen können.

Ansonsten würde ich nicht sagen, dass ich irgendwelche Schwerpunkte habe. Ich würde mich freuen, wenn ich sowohl mit Kindern und Jugendlichen mit Legasthenie als auch mit Dyskalkulie arbeiten kann und auch verschiedene Altersstufen vertreten sind.

Was ist Ihre Motivation, als Psychologin im Bereich Legasthenie und Dyskalkulie zu arbeiten?

Was mir dazu als erstes einfällt: Ich habe selbst immer sehr gerne gelesen und mir ist Lesen, Schreiben und Rechnen in der Schule eher leichtgefallen. Ich finde es toll als Psychologin eine Möglichkeit zu haben, wie ich Kinder durch eine wissenschaftlich fundierte Methodik darin unterstützen kann, die „Hürde“ Legasthenie und Dyskalkulie zu überwinden und vielleicht trotzdem Spaß am Lesen, Schreiben und Rechnen zu finden.

Außerdem arbeite ich schon immer sehr gerne mit Kindern zusammen, da Kinder sehr ehrlich und offen zurückspiegeln, was ihnen gefällt und was nicht. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen finde ich durch diese Offenheit unkompliziert und auch sehr bereichernd für mich persönlich.

In meiner Diplomarbeit habe ich mich zudem mit dem Thema Schulabsentismus beschäftigt, sodass eine weitere Motivation darin liegt, in Anführungsstrichen „Schlimmeres“ zu verhindern. In einem präventiven Ansatz möchte ich durch meine Tätigkeit als Therapeutin für Legasthenie und Dyskalkulie dazu beitragen, dass vielleicht der eine oder andere Werdegang eines Schülers oder einer Schülerin eine positive Wendung erfährt und die Kinder und Jugendlichen ihren eigenen für sie passenden Lern- und Lebensweg finden.

Welche Ausbildung haben Sie und wo haben Sie diese gemacht?

Ich habe an den Universitäten Konstanz und Landau (Pfalz) Psychologie mit den Schwerpunkten Gesundheitspsychologie und Werbe- und Konsumentenpsychologie und dem Nebenfach Psychosomatische Medizin studiert und 2009 mit dem Diplom abgeschlossen. Anschließend habe ich zunächst beim Hogrefe Verlag als Lektorin gearbeitet, bevor ich dann in der Frühförderung und später als freiberufliche Dozentin für Psychologische Diagnostik und Entspannungstrainerin gearbeitet habe.

Meine Ausbildung als Legasthenie- und Dyskalkulietherapeutin habe ich mit dem Besuch zahlreicher Fortbildungsveranstaltungen, die der Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V. für uns Therapeutinnen und Therapeuten organisiert, begonnen und werde diese fortlaufend weiterführen sowie durch Hospitations- und Supervisionstermine ergänzen. Bei all diesen Maßnahmen werde ich durch den Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V. hervorragend unterstützt und fühle mich dadurch gut auf meine Tätigkeit vorbereitet.

Bild: Fotolia

Erfolgsgeschichten aus der AKL-Praxis

Unsere Therapeutin, Frau Dipl.-Psych. Susanne Juranic, berichtet:

Tamara (Name geändert) war in der 8. Klasse einer Montessorischule, als sie wegen Dyskalkulie zu mir in die Therapie kam. Sie beherrschte das Kleine Einmaleins nicht wirklich, alle Grundrechenarten waren sehr wackelig und unsicher. Rechenoperationen über die Grundrechenarten hinaus waren für Tamara "böhmische Dörfer".

Mit viel Engagement, Motivationsarbeit und dem gemeinsamen Rechnen in unseren Therapiestunden gelang es mir, das Mädchen Stück für Stück zu stärken und sie dabei zu unterstützen, ihren Glauben an sich selbst wieder zurück zu gewinnen.

Sie schaffte schließlich im Quali die Note 2 in Mathematik und macht nun den M-Zug weiter. Obwohl sie zu Beginn der Therapie einen tränenreichen Zusammenbruch hatte, weil sie nicht wusste, wie sie ihren Abschluss schaffen sollte, hat sie nun sogar vor, das Fachabitur bzw. sogar das allgemeine Abitur zu absolvieren.