Ursachen von Dyskalkulie

Mathematik ist ein sehr vielschichtiger Bereich. Zahlreiche Fertigkeiten, wie die Vorstellung von Mengen, Zahlen, Räumen, das Gedächtnis und die Sprache sind daran beteiligt und werden für den Umgang mit Zahlen benötigt.

Wissenschaftlich erwiesen ist, dass es bei Kindern, die von Dyskalkulie betroffen sind, innerhalb dieser Bereiche zu einer Störung im Zusammenspiel kommt. Bei jedem Kind spielen mehrere Faktoren zusammen, die sich zu einer ganz individuellen Problematik entwickeln. Eine eindeutige Ursache konnte bis dato nicht identifiziert werden.

Kinder mit Dyskalkulie haben beispielsweise keine Vorstellung von Mengen, vertauschen Ziffernfolgen (53 wird zu 35) und benötigen – z.B. beim Zehnerübergang – die Finger zum Abzählen.

Oftmals zeigen Kinder, die unter einer Rechenstörung leiden, schon im Kindergartenalter erste Symptome: Sie malen ungern, spielen nicht oder wenig mit Legosteinen oder Puzzles und haben früh Schwierigkeiten mit der räumlichen Orientierung (siehe „Hinweise auf Dyskalkulie”).

Dyskalkulie ist in den meisten Fällen auf angeborene, organische Faktoren zurückzuführen. Sie kann also nicht aufgrund äußerer Umstände entstehen. Eltern oder Lehrer tragen somit keinerlei „Schuld” am Entstehen einer Dyskalkulie.